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mediation


früher habe ich mich mit euch auseinandergesetzt – heute setze ich mich mit euch zusammen.
Graffito

gemeinsam sind wir stark und können vieles erreichen, was wir alleine nicht schaffen würden. zusammen haben wir spaß, können arbeit aufteilen und uns gegenseitig unterstützen. wo menschen zusammen leben und arbeiten, gibt es aber auch immer wieder konflikte. unterschiedliche interessen stehen sich entgegen, bedürfnisse werden überhört oder unterschiedlich realisiert. nicht immer gelingt es uns, einen gemeinsamen weg zu finden. manchmal entwickelt sich aus einem interessensgegensatz nach und nach eine kommunikation, die nicht mehr zu einer verständigung führt, weil sie mit negativen emotionen geladen ist. wir fühlen uns ungerecht behandelt und in unseren bedürfnissen nicht ernst genommen. ärger entsteht. das gegenüber reagiert auf den ärger mit unverständnis und weiterem ärger. keine der beiden seiten fühlt sich mehr ernst genommen und verstanden. die kommunikation verhärtet sich und damit auch der konflikt. die verständigung wird schließlich abgebrochen.
ziel einer mediation ist es, diese verhärtungen aufzubrechen und mit unterstützung des_r mediator_in eine gegenseitige verständigung herbeizuführen, um gemeinsam zu einer friedlichen lösung zu kommen.

was ist mediation?


der grundgedanke der mediation geht von der eigenverantwortlichkeit der konfliktbeteiligten aus: somit ist der mediator oder die mediatorin zwar verantwortlich für den prozess, die beteiligten aber sind verantwortlich für den inhalt. dahinter steht die annahme, dass die konfliktbeteiligten viele ressourcen zu einer konstruktiven konfliktlösung in sich tragen, die lediglich „herausgearbeitet“ werden müssen. der mediator oder die mediatorin wird somit als unterstützung dafür verstanden, die konfliktbeteiligten auf ihrem weg dorthin zu begleiten und den prozess ergebnisoffen zu moderieren. 

mediation ist eine form der außergerichtlichen konfliktlösung.

bei der mediation handelt es sich um ein strukturiertes verfahren zur konfliktlösung, das in nachbarschaftskonflikten, familienkonflikten und in vielen anderen bereichen mit großem erfolg angewendet wird. die besonderheit des mediationsverfahrens besteht darin, dass die konfliktparteien selbstständig eine lösung für ihren konflikt entwickeln, hinter der beide parteien stehen können. im gegensatz zu einem (schieds-)richterspruch wird von der mediatorin, dem mediator keine lösung vorgegeben. nur eine lösung, die von den konfliktparteien gemeinsam und selber erarbeitet wurde und somit die bedürfnisse beider parteien aufhebt, kann auf dauer auch tragfähig sein. das ergebnis ist ein gemeinsam erarbeiteter konsens, kein fauler kompromiss. so bleiben die interessen der beteiligten gewahrt und es gibt keinen „verlierer“. die konfliktparteien haben dadurch eine gute chance, in zukunft wieder einen angemessenen umgang miteinander zu finden.

wie läuft eine mediation ab?

unsere aufgabe als mediator_in ist es, die konfliktparteien bei ihrer lösungssuche zu unterstützen, indem wir den ablauf strukturieren und begleiten. es werden keine lösungen vorgegeben. wir übernehmen die rolle eines allparteilichen dritten, die sich die schilderungen der streitparteien anhören, ohne sie zu bewerten. im verlauf des mediationsverfahrens vermitteln wir zwischen den parteien so, dass die hinter den festgefahrenen positionen liegenden interessen und bedürfnisse sichtbar werden. dies führt zu einem größeren verständnis füreinander und die anfänglichen fronten werden aufgeweicht.

damit in einem solchen prozess alle parteien gleichermaßen ihre jeweilige perspektive schildern können, ist es eine weitere aufgabe der mediator_innen, auf die einhaltung der zu anfang des gesprächs gemeinsam vereinbarten gesprächsregeln zu achten.

am ende des mediationsverfahrens treffen die parteien eine verbindliche vereinbarung, die mit meiner hilfe auf ihre realisierbarkeit geprüft wird und das zukünftige zusammenleben regelt. bei bedarf kann diese auch notariell beglaubigt werden.

anwendungsfelder der mediation


mediationen können für die verschiedensten bereiche des privaten und öffentlichen lebens hilfreich sein:

  • teammediation (z.b. bei konflikten zwischen arbeitskolleg_innen, im team oder kollegium, bei konflikten zwischen mitarbeiter_innen und vorgesetzten)

  • wirtschaftsmediation (z.b. bei konflikten um nachfolgeregelungen oder bei konflikten in geschäftsbeziehungen)

  • interkulturelle mediation (z.b. bei konflikten in stadtentwicklungsprozessen, internationalen geschäftsbeziehungen oder bürgerbeteiligungsformen)

  • gemeinwesenmediation (z.b. bei konflikten im kiez/ stadtviertel, in vereinen, bündnissen oder parteien)

  • nachbarschaftsmediation (z.b. bei konflikten zwischen hausverwaltungen und mieter_innen, zwischen hausbewohner_innen, in wohngemeinschaften oder in haus- und wohnprojekten)

  • familien- und paarmediation (z.b. bei partnerschaftskonflikten, bei konflikten durch trennung und scheidung, in sorgerechtstreits, bei erbschaftsauseinandersetzungen)

  • mediation zwischen kindern/ jugendlichen und erwachsenen

  • schulmediation (z.b. bei konflikten in der klasse oder zwischen schüler_innen und lehrkräften)

sollten wir euer interesse nach einem kostenlosen erstgespräch geweckt haben, kontaktiert uns für eine terminabsprache.



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